wpd onshore ist ein verlässlicher und fairer Partner der Kommunen. Als erstes Unternehmen bezog der Windparkbetreiber bezog bereits Ende 2022 klar Stellung .
Es ist ein Irrtum zu glauben, dass die Nutzung der Windenergie von den meisten Menschen abgelehnt wird. Vielmehr richtet sich die Aufmerksamkeit (der Medien) mehr auf die wenigen Kritiker und Gegner, während die meisten Bürger:innen Windparks akzeptieren.
Wir freuen uns über die Aufgeschlossenheit der Bürger:innen aus der Region Rodenberg. Die Informationsveranstaltung war für alle Akteure ein Gewinn. Offenheit und gegensseitige Gesprächsbereitschaft erwiesen sich wieder einmal als richtige Entscheidung. Um Erlebtes vertiefen zu können, präsentieren wir Ihnen die Plakate, die während der Veranstaltung verwendet worden sind. Für Anregungen, Feedback und Rückfragen stehen wir gerne zu Ihrer Verfügung.
Meldung SZLZ vom 30. 09. 23
Nachfolgend finden Sie Stellungnahmen verschiedener Akteure:
Statement zum Vorhaben Windpark Rodenberg, 01.09.2023
Martin Wilkening, Wasserstoff – Sektorenkopplung
„Die Energiewende in Schaumburg und damit das Erreichen der CO2-Neutralität wird nur gelingen, wenn wir es schaffen
1. Energieverbräuche zu vermeiden bzw. zu reduzieren
2. Energie effizienter einzusetzen
3. Den Energiebedarf möglichst komplett aus regenerativen Energiequellen zu decken
Die Energiewende in Schaumburg und indirekt auch eine mögliche Wasserstoffwirtschaft basieren somit auf der ausreichenden Erzeugung erneuerbarer Energie. Die Windkraft stellt hierbei eine wichtige, um nicht zu sagen notwendige Säule dar, denn Photovoltaik allein wird nicht reichen.
Wir freuen uns deshalb über die Ansätze dieses Windpark-Projekts und hoffen, dass es seinen Weg in die Umsetzung findet. Denn somit kann ein wesentlicher Beitrag in Richtung CO2-Neutralität für die Samtgemeinde aber auch die Ziele des Landkreises geleistet werden, daher wünschen wir gutes Gelingen.“
Statement zum Vorhaben Windpark Rodenberg, 08.09.2023
Martin Wrede, Leiter der Geschäftsstelle Stadthagen
Der fortschreitende Klimawandel erfordert den Ausbau erneuerbarer Energieträger. Der russische Angriffskrieg in der Ukraine und die Abkehr von russischen Gas- und Öllieferungen hat diese Entwicklung zusätzlich beschleunigt. Die Windenergie an Land ist ein entscheidender Bestandteil eines auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Energiemixes. Die Gesetzgebung in Bund und Land hat Rahmenbedingungen geschaffen, die dem Ausbau der Windkraft Vorschub leisten soll. Auch im Landkreis Schaumburg sind die Ausbauziele ambitioniert, da das Angebot geeigneter und verfügbarer Flächen geringer ausfällt als zunächst angenommen. Es gilt daher, die vorhandenen Potenziale für den Aus- und Neubau von Windkraftanlagen zu nutzen. Dabei sollen zunehmend marktorientierte Modelle zum Tragen kommen. Mit einer Ertragsbeteiligung von Unternehmen, Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürgern besteht die Chance, die Akzeptanz vor Ort zu erhöhen. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir die Pläne zur Errichtung des Windparks Rodenberg und wünschen eine reibungslose Umsetzung.
(Manfred Görg, Dipl.-Ing., ehem. Leiter des Fonds ProKlima Stadtwerke Hannover, Mitgründer und ehem. Vorstand der BürgerEnergieWende Schaumburg eV und Mitgründer die BürgerEnergieGenossenschaft Schaumburg eG.)
Statement zum Vorhaben Windpark Rodenberg, 5. 9. 2023
Als Bürger der Samtgemeinde Rodenberg und als Mitbegründer des Vereins BürgerEnergieWende Schaumburg freue ich mich, dass mit der gemeinsamen Initiative von auswärtigen und regionalen Akteuren die Realisierung eines Windparks in Rodenberg zwischen Deister und Autobahn endlich in Angriff genommen werden soll. Bereits 2012 wurde das Gebiet neben anderen als potentiell geeignet eingestuft. Ein 2013/2014 gestartetes Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplans für die Ausweisung von Windnutzungsgebieten verlief sich angesichts vieler Widerstände jedoch ergebnislos.
Inzwischen haben sich sowohl die Klimakrise als auch die Rechtslage durch das Urteil des Bundessverfassungsgerichts von 2021 dramatisch verschärft. Das BVerfG erklärte die 1,5-Grad-Grenze des Pariser Klima-Abkommens mit seinem Urteil letztlich für verfassungsrechtlich verbindlich. Bund und Land haben dem durch Anpassungen ihrer Klimaschutzgesetze Rechnung getragen. Das Klimaschutzgesetz des Bundes verlangt nun Klimaneutralität bis 2045. Auch die Samtgemeinde Rodenberg sollte sich diesem Ziel verpflichten und konsistente Schritte zu seiner Realisierung auf den Weg bringen.
Dazu ist neben anderem ein forcierter Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung aus Wind und Photovoltaik erforderlich. Dieser muss sich an dem zukünftig stark steigenden Strombedarf für Mobilität, Wärme und Wasserstofferzeugung vor allem zur Stromspeicherung und für Industriebedarfe orientieren. Ziel sollte sein, soviel wie möglich davon bedarfsnah zu erzeugen. Damit steigen die Chancen gerade für ländliche Räume, von diesem Transformationsprozess zu profitieren. Für die Eingriffe in Natur und Landschaft sind Ausgleichszahlungen zu leisten, mit denen gezielt Räume ökologisch aufgewertet werden können.
Das hier vorgestellte Projekt bietet nicht nur den Standortgemeinden gesetzlich verbriefte Anteile an der Windstromvergütung sowie die Option des Eigentums an einer Anlage, sondern über die Kooperation mit der BürgerEnergieGenossenschaft Schaumburg e.G. auch finanzielle Beteiligungsmöglichkeiten für die Bürger mit sicherer und attraktiver Verzinsung. Über eine weitere Kooperation mit der Energie Nordschaumburg GmbH, an der sich inzwischen auch die Samtgemeinde Rodenberg beteiligt, ist auch der Bezug des regional erzeugten erneuerbaren Stroms durch ansässige Bürger und Betriebe möglich. Perspektivisch kann günstig erzeugter Windstrom sogar zu einem Standortfaktor für die Ansiedlung von Betrieben werden.
Es gilt jetzt, die sich bietenden Chancen zu nutzen! Ich erhoffe mir von der Samtgemeinde, dass sie dazu einen offenen gesellschaftlichen Prozess organisiert, in dem die Argumente ausgetauscht werden können und an dessen Ende eine zukunftsorientierte Entscheidung steht.
Statement zum Vorhaben Windpark Rodenberg, 8. 9. 2023
Frank Tegtmeier, Vorstand
Erneuerbare Energie ist die Energie des 21. Jahrhunderts – klimafreundlich, endlos verfügbar und ohne Angst vor unbeherrschbaren Gefahren.
Erneuerbare Energie sollte dezentral organisiert werden, lokale und regionale Strukturen entwickeln und die regionale Wertschöpfungskette fördern.
Damit bietet sie Perspektiven für regionale Unternehmen und Anleger sowie alle Menschen, die die Energiewende aktiv vorantreiben wollen.
Mit der dezentralen Stromerzeugung durch Windenergie- und Solaranlagen in den Gemeinden reduzieren wir die Abhängigkeiten von unsicheren globalen Energieimporten sowie von großen Energieversorgern.
Die BEnGSHG und die Energie Nordschaumburg GmbH als Projektpartner für den geplanten Windpark Rodenberg stellen den Windstrom aus der Region für die Region zur Verfügung.
Mit der Genossenschaft sollen die Bürgerinnen und Bürger Schaumburgs an der demokratischen Gestaltung und den wirtschaftlichen Chancen dieser Energiewende beteiligt werden.
Statement zum Vorhaben Windpark Rodenberg, 18. 9. 2023
Daniel Milbradt, Vorstand
Wo es nur geht, möchten wir Deutschen gerne Weltmeister sein: Fußball-Weltmeister, Exportweltmeister, Reiseweltmeister. Aber wenn es darum geht, unseren Kindern noch eine lebenswerte Zukunft zu
ermöglichen, sind wir oft nicht einmal Mittelmaß: Gerade hat das internationale New Climate Institute unserem Land im Klimaschutz die Note „ungenügend“ verpasst.
Damit zerstören wir nicht nur die Lebensgrundlage für die nächste Generation, sondern auch unsere wirtschaftliche Grundlage! In vielen Zukunftstechnologien ziehen andere Länder inzwischen an uns
vorbei: In Europa sind wir bei der Installation von Wärmepumpen auf einem der letzten Plätze. Bei der E-Mobilität zeigen uns die USA und China die Rücklichter. Gleiches gilt für die Erneuerbaren
Energien: Waren wir hier vor 20 Jahren noch führend, haben uns China, die USA und andere Länder längst abgehängt. Dass dieser Rückstand unsere wirtschaftliche Stärke beeinträchtigt, merken wir
inzwischen. Dass er die Energiepreise erhöht, auch. Und auch die Temperaturen…
Dabei kann Berlin nur die Rahmenbedingungen setzen. Der Ausbau muss vor Ort erfolgen. Hier liegt unser Landkreis mit einem Anteil Erneuerbarer Energien am Strommix von lediglich gut 30% weit
hinter dem ebenfalls verbesserungsbedürftigen Bundesdurchschnitt von nahe 50% zurück. Und das, obwohl unsere Region ländlich geprägt ist und damit viel mehr Potenzial für Wind- und Solarenergie
hat, als größere Städte.
Das können wir uns nicht mehr länger leisten! Weder mit Blick auf unsere notwendige Beteiligung am Klimaschutz noch finanziell. Denn Erneuerbare Energien sind ein zunehmender Wohlstandsfaktor.
Sie ermöglichen nicht nur günstige Stromkosten, sondern bieten den Kommunen und Bürger:innen durch Beteiligungsmodelle auch dauerhafte Einnahmen. Nicht zuletzt siedeln sich immer mehr Betriebe
nur noch dort an, wo genügend regionaler grüner Strom zur Verfügung steht. Wir brauchen daher auch in Schaumburg ein Deutschland-Tempo für den Ausbau Erneuerbarer Energien!
Der geplante Windpark in Rodenberg ist eine hervorragende Gelegenheit, den Rückstand zu verringern! Er erzeugt sauberen Strom für über 16.000 Haushalte, bietet den Bürger:innen die Möglichkeit,
sich an einer Zukunftsinvestition zu beteiligen und sorgt dafür, dass die Nebenkosten der Schaumburger Haushalte zunehmend vor Ort bleiben, statt internationale Konzerne zu bereichern. Daher
sagen wir: Ja zum Windpark in Rodenberg!